In diesem Artikel stellen wir 19 männliche und weibliche der bedeutendsten und einflussreichsten buddhistischen Figuren aus der Antike bis zur Gegenwart vor.
Buddha (563 v. Chr. – 483 v. Chr.)
Die voll erleuchtete Buddha, der Buddha der Gegenwart. Historisch gesehen, war er nicht nur der Gründer des Buddhismus, sondern bei den Buddhisten gilt er als derjenige, der die Lehren wiederentdeckt hat, nachdem sie ausgestorben war.
Sama-sam-Buddha
Einer, der die Lehren wiederentdeckt hat und sie den Massen wie der historische Buddha gelehrt hat (Siddhartha Gautama).
Paccekabuddha
Der stille Buddha. Einer, der die volle Erleuchtung erlangt hat, aber nicht um andere zu unterrichten.
Arahant
Lichtvolle Gesalt, die andere lehren könnte, aber nicht als derjenige, der die Lehren wiederentdeckt hat.
Alle drei Arten des oben aufgeführten Buddha haben durch ihr Studium, Meditation, Moral, Konzentration, Ruhe, und harte Arbeit ihre Weisheit erlangt, und alle sind voll erleuchtete Heilige, die das Nirwana erreichen.
Buddha-Statuen gibt es in vielen verschiedenen Körperhaltungen. Eine beliebte Haltung für Altäre ist, dass der Buddha mit einer Hand zum Boden greift, wo die Erde zu sehen ist und wie er dabei Zeuge seiner Erleuchtung wird (diese Haltung fand man rund 528 v. Christus)
Hotei (830 n. Chr. – 902 n. Chr.)
Er war ein chinesischer Mönch aus der Chan (Zen Vorläufer-) Schule. Viele Leute verwechseln ihn als den Buddha, obwohl er in der Tat ein buddhistischer Mönch war. Er kann ein Buddha, wie die Heiligkeit ihn kennt gewesen sein, aber nicht der Buddha unserer Zeit. Da seine Statue oft an chinesischen Restaurants und Tempeln zu sehen ist, wurde er fälschlicherweise als der Begründer des Buddhismus angesehen, was aber nicht der Fall ist und somit eher verwirrt. Hotei wird immer mit einem dicken Bauch gezeigt, weil er angeblich Süßigkeiten gemocht haben soll und diese aber auch an Kinder weitergegeben haben soll.
Medizin-Buddha
Der Medizin-Buddha ist ein halb-legendärer Buddha, der die Heilung der Natur im Buddhismus darstellt. In einigen Schulen des Mahayana-Buddhismus, wird er als reale Person beschrieben, die beim Tod in ein himmlisches Reich übergeben wurde und seitdem den Vorsitz als Heiler im Himmel besitzt. Im tibetischen Buddhismus wird angenommen, dass die Meditation des Medizin-Buddhas helfen kann, körperliche und geistige Krankheiten und Leiden zu heilen bzw. zu reduzieren.
Amitabha Buddha
Der Amitabha Buddha ist auch ein halb-legendärer Buddha, der – wie es in einigen Schulen des Mahayana-Buddhismus gelehrt wird – über den westlichen Reine den Vorsitz im Land hatte. Die Anhänger rufen seinen Namen für den Eintritt in das himmlische Reich, wo sie die Erleuchtung leichter erreichen können. Statuen von Amitabha ähneln sehr den Buddha-Statuen, nur mit dem wichtigen Unterschied, dass die Hände zwei Kreise im Schoß von Amitabha bilden.
Kwan Yin
Kwan Yin ist die wichtigste weibliche Figur in vielen buddhistischen Traditionen. Sie ist die Göttin des Mitgefühls. Im Buddhismus sind Götter unbeständige, höhere Wesen, die wiedergeboren wurden. Kwan Yin ist eine Wiedergeburt des Bodhisattva Avolikiteshvara, ein Mönch aus einem früheren eon, die in einem himmlischen Reich wiedergeboren wurde und voll von Mitgefühl für alle Lebewesen war.
Maya Devi
Maya Devi ist die Mutter des Buddha. Sie starb 7 Tage nach der Geburt Buddhas. Sie war in ein himmlisches Reich wiedergeboren worden und Buddha ging zu diesem Reich, um ihre höhere psychologisch-wissenschaftliche Lehre (Abhidhamma) zu unterrichten.
Tara
Tara ist eine Göttin in der Mahayana-Tradition und ist besonders im Vajrayana (Tibet) Buddhismus verehrt. Sie ist die Mutter der Befreiung, und vertritt die Tugenden des Erfolgs in Arbeit und Leistungen.
Shariputra (Sariputta in Pali)
Er war der erste Chef der männlichen Jünger des Buddha. Er wurde für seine Fürsorge, Demut, Geduld und vor allem seine Weisheit bekannt. Er lernte die höheren Lehren des Buddha und wurde in erster Linie dafür bekannt diese zu lehren.
Moggalläna
Moggalläna war der zweite von den vordersten Mönchen-Jüngern des Buddha. Er wurde für seine übernatürlichen Fähigkeiten, wie z.B. das Lesen des Geistes von Anderen, bekannt, und konnte mit seinem Verstand himmlische Sphären erreichen, Gespräche mit Göttern und Geistern führen, zu Fuß durch Wände gehen, auf dem Wasser wandern. Nach den buddhistischen Schriften, hatte er eine sehr dunkle Hautfarbe.
König Ashoka (304 v. Chr. – 232 v. Chr.)
Ashoka regierte über ganz Süd-Asien und darüber hinaus wurden viele militärische Invasionen von ihm geführt. Er kontrollierte das heutige Indien, Nepal, Bangladesch, Pakistan, Afghanistan und den Iran. Sein Reich war riesig. Er verzichtete auf jegliche Gewalt, nachdem er zum Buddhist konvertierte. Er war Vegetarier und errichtete viele Edikte, lobte die Lehren des Buddha, was auch weitere archäologische Funde über das Leben des Buddha, sowie zahlreiche andere historische Daten aus buddhistischen Diskursen (Kanon oder Schriften) belegen.
Sujata
Sujata war quasi die Köchin des Buddah, die ihm Speisen (wie gekochten Reis & Milch) zubereitete, während Buddha, seine asketischen Übungen (lange Fastenzeit) der Erleuchtung durchführte. Der Buddha war dem Tode nahe, bevor er seinen Weg zur Mitte praktizierte. Später nach der Erleuchtung kam ein schwerer Sturm und eine große Kobra schützte den Buddha. Es ist interessant festzustellen, dass in der jüdisch-christlichen Bibel der Untergang der Menschheit auf eine Frau und eine Schlange zurückzuführen ist, aber im Buddhismus die Welt von einer Schlange und einer Frau gerettet wird (indem sie den Buddha vor dem Tod beschützt). Sujata wurde später ein Bhikkhuni (= eine buddhistische Nonne).
Maha Pajapati Gotami
Sie war die Tante und Stiefmutter des Buddha. Sie wurde die erste Nonne im Buddhismus und wurde vollständig aufgeklärt (Arahant).
Khema
Khema war eine der Ehefrauen von König Bimbisara und war sehr hübsch. Eines Tages kam der Buddha und erklärte ihr Vergänglichkeit und dass Schönheit vergänglich sei. Khema wurde erleuchtet und hat dann beschlossen, Nonne zu werden. Sie hat schnell ihren Weg zur Wahrheit gefunden und wurde später zur obersten Nonne während der Zeit des Buddha.
Dhammadinna
Dhammadinna war die Frau eines Kaufmanns. Sie und ihr Mann wurden Buddhisten und sie beschloss, als Bhikkhuni (Nonne) zu leben. Kurz danach wurde sie aufgeklärt (Arahant). Sie übertraf in ihrer Waisheit ihren Mann, und zeigte so ihren geistigen Fortschritt, was wieder einmal die Gleichstellung der Geschlechter in den Lehren des Buddha wurde beweist. Eines Tages hielt Dhammadinna einen Dharma-Vortrag und der Buddha saß schweigend da und hörte ihr zu. Nach dem Vortrag sagte Buddha, er könne nicht die Lehre nicht besser predigen und lobte sie energisch.